Posttraumatische Belastungsstörung: Übersicht

Posttraumatische Belastungsstörung im historischen Kontext
PTBS (PTSD) und PTR Definition der PTBS
Symptome der PTBS Therapie der PTBS
Frühkindliche PTBS PTBS und Geistige Behinderung
Die Wendeltreppe  

 

 

Posttraumatische Belastungsstörung im historischen Kontext

Bereits 1850 beschäftigte sich die Gerichtsmedizin in Frankreich mit der Traumatisierung von Kindern, ausgelöst durch Kindstötungen mit sexuellem Hintergrund. Statistische Erhebungen zu diesem Thema waren in dem Umfang erschreckend. Die Untersuchungen dazu führten zu Anzeigen, von denen auch führende Persönlichkeiten betroffen waren. Daraufhin wurden die Untersuchungen der Gerichtsmedizin als Spinnerei und Phantasterei dargestellt und unterbunden.

Dr. Jean-Martin Charcot, französischer Psychiater und Neurologe (1825-1893), stellte bei seinen überwiegend weiblichen Patientinnen, bei denen "Hysterie" festgestellt wurde, häufig traumatische Erfahrungen als Ursache fest.

Sein Schüler Dr. Pierre Janet (1859-1947) setzte Charcots Forschungen fort und beschrieb die PTBS und deren Symptome. Auch er war mit seinen Arbeitsergebnissen Anfeindungen ausgesetzt und seine Lehre geriet schließlich in Vergessenheit.

Der österreichische Arzt Sigmund Freud (1856-1939) absolvierte bei Charcot ein längeres Praktikum. In seiner Arbeit zur "Ätiologie der Hysterie" beschrieb auch er traumatische Erfahrungen als Krankheitsursache. Die Reaktion auf diese Veröffentlichung war berufliche Isolierung und Boykott, was ihn schließlich zu einem "Widerruf" veranlasste. Das Trauma war danach in der Psychotherapie regelrecht tabuisiert.

Kaum waren in Großbritannien die ersten Eisenbahnen unterwegs, kam es auch zu Unfällen und Zwischenfällen. Bei den Haftpflichtversicherungen gingen Klagen auf Entschädigungen ein, in denen als Beeinträchtigung typische PTBS-Symptome geschildert wurden. Dazu gab es durch die Gutachter Erkläungsversuche zur Ursache:

  • Somatogen (Erschütterungen der Wirbelsäule und Rückenmark)
  • Psychogen (Schreck, Schock)
  • Simulation (Versicherungsbetrug)

Die größte Gruppe der Gutachter entschied sich für die Simulation, dass heißt, den Klägern wurde unterstellt, dass sie mit der Vortäuschung der Symptome lediglich die Versicherung abzocken wollten. 

Im I. Weltkrieg gab es ab 1916 das Phänomen der Kriegszitterer. Viele Soldaten bekamen ein starkes Zittern, dass sie nicht beeinflussen konnten. Betroffen waren alle Soldaten, auch die der Alliierten. Dieses Phänomen war eine Folge des Stellungskrieges. Die Kriegszitterer waren schwer traumatisiert durch wochen-, oft monatelanges Ausharren in den Schützengräben. Hilflos waren sie in ihrer Situation gefangen und konnten nicht vorhersehen, wann wer erwischt wird und umkommt oder verkrüppelt wird.

Für das massenweise auftretende Kriegszittern gab es wieder Erkläungsversuche:

  • Somatogen (Erschütterungen der Wirbelsäule und Rückenmark durch Granateinschläge oder Druckwellen)
  • Psychogen (Schreck, Schock, Todesangst)
  • Simulation (Feigheit, Drückebergertum)

Die größte Gruppe der Militärärzte vermutete Simulation, dass heißt, den Soldaten wurde unterstellt, dass sie sich dem Fronteinsatz entziehen wollten. Von daher war die "Therapie" so gestaltet, dass die Soldaten sich lieber an die Front zurückmeldeten, bevor sie weiterhin die Behandlung ertragen müssten. Eingesetzt wurde eine Aversionstherapie, bei der man dem Zittern mit Eisbädern, Elektroschocks etc begegnete. Die Behandlungsart war derart brutal, dass wirklich viele Soldaten dem Lazarett die Front vorzogen. Der Behandlungs"erfolg" zeigte sich in der Regel schnell: Die Soldaten brauchten oftmals die Front nur zu sehen oder zu hören und prompt setzte das Zittern wieder ein.

Nach dem Holocaust begann das Umdenken. Die Symptome der PTBS wurden anerkannt und die PTBS als Krankheit begriffen. 1956 wurde deshalb in der BRD ein Entschädigungsgesetz erlassen, dass den Betroffenen eine Rente zusicherte. Allerdings ging man dazumal nicht nur in Deutschland noch davon aus, dass das Trauma Wochen, vielleicht Monate, maximal ein 1/2 Jahr andauern könnte. Bei Betroffenen, die länger unter den Symptomen litten, vermutete man eine Vorschädigung.

 

 

PTBS (PTSD) und PTR

 

Die medizinische Diagnose für die Symptome eines Traumas lautet PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) oder englisch PTSD (posttraumatic-stress-disorder).

 

Die Pflegediagnose heißt PTR (Posttraumatische Reaktion).

 

Die PTBS kann unmittelbar nach dem traumatischen Geschehen auftreten, aber auch mit mehrjähriger Verzögerung. Sie kann kurzfristig, aber auch über Monate, Jahre und Jahrzehnte bestehen bleiben und bewirkt Erlebens- und Verhaltensänderungen. Bei Holocaustüberlebenden begriff man schnell die Ursachen für Beschwerden.

In der Täter - Opfer - Diskussion in Deutschland ging es aber sehr lange unter, dass nicht immer Opfer nur Opfer gewesen sein mussten und Täter nur Täter. Die größte Gruppe, deren Zuordnung sich in Täter - Opfer - Schubladen ausgesprochen schwierig gestaltete, waren die Frauen. Sicher gab es etliche Frauen, die erschreckend waren in ihrem Fanatismus für die braune Diktatur. Die durch ihren Rassismus, inhumanes Gedankengut, ihre Verbohrtheit, Brutalität und Intoleranz eindeutig ihren Mitmenschen schwersten Schaden zufügten. Es geht auch nicht darum, ihre Verbrechen gegen andere Verbrechen aufzuwiegen und dadurch zu mildern. Es gab allerdings auch Frauen, die sich nicht direkt an den Naziverbrechen beteiligten, wenn, dann dadurch, dass sie wegsahen und schwiegen. Und das war vermutlich sogar die Mehrheit. Die Frauen waren also nicht die treibende Kraft des Hitlerwahnsinnes. In den Spitzen- und Schlüsselpositionen saßen hauptsächlich Männer. Doch die Wut und Rache der pervertierten und entmenschlichten Männerhirne in den gegnerischen Uniformen bekamen in allererster Linie die Frauen ab.

Und wenn Männer, die vielleicht selber unter Hitlers Schutz gebrandschatzt, gemordet und vergewaltigt hatten, sich zufrieden zurücklehnten und stolz betrachteten, was sie in den Nachkriegsjahren wieder erreicht hatten, entging ihnen oftmals, dass ihre treusorgende Gattin so blass wurde, wenn sie von seinen Landsererlebnissen hörte. Denn unter Umständen löste er mit seinen Erzählungen bei ihr Erinnerungen aus, die sie nicht wahr haben wollte. Die Massenvergewaltigungen durch die sowjetischen Soldaten waren bekannt. Doch auch Soldaten anderer Länder vergriffen sich an den Frauen.

 

"Aber das geschah doch nur den anderen Frauen, nicht einem selber."

 

Frauen, die derartiges erfuhren, mussten irgendwie weiterleben. Und es standen keine Heerscharen von Psychologen bereit, um mit ihnen die fast nicht zu bewältigenden Erlebnisse aufzuarbeiten. In der Regel schwiegen sie auch gegenüber den eigenen Männern aus Angst vor deren Reaktionen. Wer am Leben blieb und nicht durchdrehen wollte, musste verdrängen. Es gab noch einen Grund zum Schweigen:

"Na, es wurden doch nicht alle vergewaltigt. Wer weiß, wie die sich gab, dass die Soldaten sie mitnahmen."

Sollten sie also zugeben, was ihnen geschah, um dann noch zusätzlich gebrandmarkt zu werden? Das erklärt auch, weshalb die Vergewaltigungen beispielsweise in Berlin publik waren, man aber selten Opfer findet. Ich habe mich in dieser Stadt mit ungefähr 1500 Frauen unterhalten, die 1945 zwischen 8 und 80 Jahren waren. Alle hatten davon gehört, es mitbekommen, wussten Bescheid. Aber sie selber gehörten zu den Glücklichen, denen nichts passiert war.

Frauen, die so etwas wirklich nicht erleben mussten, lebten unter Umständen aber in der panischen Angst, dass es ihnen passieren könnte. Dazu kamen die Kriegseinwirkungen, Bomben, Straßenkämpfe, Verletzte, Tote usw. Viele Männer, auch Täter, wobei nicht jeder Mann automatisch Täter war, konnten ebenfalls unter einer PTBS leiden durch Kriegserlebnisse, in denen sie um ihr Leben fürchteten, Kriegsgefangenschaft, Flucht etc.

Millionen Deutsche waren von Flucht und Vertreibung betroffen, verloren ihre Heimat, ihren gesamten Besitz, ihre gesicherte Existenz, erlebten unterwegs grauenhafte Situationen. In Fernsehinterviews, Jahrzehnte nach diesem Geschehen, brechen sie bei der Erinnerung an diese Zeit in Tränen aus und verlieren völlig die Fassung.

Was hat das mit den Pflegekräften im Jahre 2006 zu tun? Diese Menschen sind im Altenpflegebereich unser Klientel. Und gerade im Alter brechen häufig Bilder, Erfahrungen, Erlebnisse hervor, die lange verdrängt, verschüttet waren.

Ich habe es oft genug miterlebt, dass viele Pflegekräfte den Kopf darüber schütteln, weil die alten Frauen häufig ein extremes Schamgefühl besitzen. Schön, dass es viele Pflegende feststellen, Schade, dass sie nicht weiter denken. Denn wenn sie sich darüber mal Gedanken machen würden, warum Frau X nicht bereit ist, in der Badewanne die Unterwäsche abzulegen, dann würde ihnen vielleicht das Lachen im Halse stecken bleiben. In den Pflegeheimen und ambulanten Altenpflege wurde und wird man mit Verhaltensweisen konfrontiert, über die man massiv nachdenken sollte.

Patienten oder Betreute, die durch eigenartige Verhaltensweisen auffallen, wurden oder werden häufig mit Psychopharmaka niedergeknallt. Sie werden als depressiv, psychotisch, dement oder verwirrt bezeichnet und eine erneute Chance, oftmals die letzte, verstreicht, ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, indem eine angepasste Pflege geplant und durchgeführt wird. (Was übrigens die Täter in diesem Zusammenhang betrifft, sei bemerkt, dass Altenpfleger keine Richter sind.)

Ich habe in weit über 25 Berufsjahren nicht ein einziges Mal die Diagnose PTBS gesehen. Aber ich hätte eine gute Idee, wie man die Alzheimer-Erkrankungen ruckartig senken könnte: indem man sich die Patienten und Bewohner noch einmal gründlich besieht und unter Berücksichtigung der historischen Ereignisse die Diagnosen überdenkt.

Frau G. galt als völlig dement durch Alzheimer. In unserer Einrichtung fiel sie durch ihre große Unruhe auf, lief ständig planlos herum. Sie konnte sich nicht verbal artikulieren. Durch einen Sturz wurde sie bettlägrig. Wenn ich mich in der Nachtwache an ihr Bett setzte, wanderte ihr Blick sofort zum Fernseher. Denn sie wusste genau, dass ich ruhige Abendstunden nutzte, um mit ihr Fernsehen zu sehen, damit sie in ihrem Einzelzimmer ein bisschen Gesellschaft hat. Wenn ich ihr sagte, dass es heute etwas besonders Gutes gibt, grinste sie und verdrehte die Augen. Dann musste sie sich mit mir ein Fußballspiel angucken, was nicht unbedingt ihren Geschmack traf. Ich fragte sie oft, ob diese oder jene Pflegekraft Dienst gehabt hätte. Durch Kopfnicken oder -schütteln beantwortete sie mir meine Frage, auch abends um zehn nach Personen aus dem Frühdienst. Sie irrte nie. Auf sämtliche Fragen konnte sie reagieren, kannte auch Kolleginnen, die gerade angefangen hatten. Ich könnte noch viele Beispiele bringen, die deutlichst zeigten, dass ihr Kurz- und Langzeitgedächtnis fabelhaft funktionierte. Allerdings hatte ihr Langzeitgedächtnis laut ihrer Tochter einen Sprung. So erinnerte  sich ihre Mutter nicht an die Jahre zwischen 1945 und 1949 und sprach auch nie über diese Zeit. 1949 kam ihr Mann aus der Gefangenschaft zurück. Für eine Alzheimer-Patientin nicht unbedingt typisch. Aber ihr abweichendes Verhalten könnte ohne weiteres eine Folge einer chronischen PTBS sein.

PTBS im historischen Kontext- nicht mehr aktuell, weil die Kriegsgeneration vom II. Weltkrieg wegstirbt?

 

 

 

 

Definition der PTBS

Viele Menschen, die Konzentrationslager und / oder Verfolgung im Dritten Reich überlebten, litten noch Jahre, manche für immer, seelisch unter ihren Erlebnissen. Dabei bemerkten sie es selber häufig nicht und konnten sich ihr abweichendes Verhalten oder Störungen nicht erklären. Sie hatten ein seelisches Trauma (griech.) erlitten, also eine tiefgreifende seelische Verletzung oder schwerer Schock, wo ihre Bewältigungsstrategien (Copings) nicht ausreichten, um ein Ereignis zu verarbeiten.

Nach der internationalen Klassifikation der WHO wird ein Trauma so beschrieben:

Die Betroffenen sind einem kurz oder langanhaltenden Geschehen von außergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophalem Ausmaß ausgesetzt, das nahezu bei jedem tiefgreifende Verzweiflung auslösen würde.

Die deutsche Definition lautet:

  • Als traumatischer Stressor werden Ereignisse angesehen, die zusammenhängen mit Tod, befürchtetem Tod, ernsthaften Verletzungen oder einer Bedrohung der körperlichen Integrität.
  • Das Ereignis kann eine direkte Erfahrung sein,
    •  es kann miterlebt oder
    •  es kann ein Ereignis sein, von dem man erfahren hat.
  • Die Reaktion auf den Stressor war verbunden mit starker Angst, Hilflosigkeit oder Entsetzen.

Die Erweiterung der deutschen Definition um Ereignisse, die man erfahren aber nicht selbst erlebt hat, ist sehr wesentlich. Denn sie berücksichtigt auch die Nachkriegsgeneration, die zwar selbst den Krieg nicht miterlebt hat, durch die Eltern und deren Erfahrungen aber sehr wohl traumatisiert sein kann.

Dazu ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: bei dem Amoklauf des 19-jährigen Robert Steinhäuser am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt würde die WHO-Definition nur die Schüler erfassen, die direkt am Geschehen beteiligt waren. Nach der deutschen Definition werden auch die Schüler berücksichtigt, die nicht direkt am Geschehen beteiligt waren, aber durch das Gehörte sich in der eigenen Existenz bedroht fühlten ("könnte das an meiner Schule ebenfalls passieren?").

Oder ein anderes Beispiel: in einem Dorf in der Oberpfalz wurde eine Frau von ihrem Ehemann erstochen. Die Tochter als unmittelbar Betroffene erhielt sofort psychotherapeutische Hilfe. Es wurde aber übersehen, dass die Cousine des Mädchens ebenfalls durch die Ermordung ihrer Lieblingstante schwer traumatisiert wurde. Beide Mädchen im gleichen Alter wuchsen geschwisterähnlich auf. Die Tochter der Ermordeten wurde weit vom Geschehen in eine Pflegefamilie untergebracht, um sie vor dem Gerede der Leute zu schützen. Die Cousine verblieb im Umfeld. Ständig wurde das Kind bereits durch die Örtlichkeiten mit dem Ereignis konfrontiert. Zusätzlich erfuhr sie den Verlust des anderen Mädchens, dass nun weit entfernt wohnte. Während die Tochter mit Hilfe der Psychologen Copings entwickeln konnte, zeigte die Cousine schnell typische posttraumatische Symptome.

 

 

Symptome der PTBS

Die Symptomgruppen können in unterschiedlicher Ausprägung auftreten:

Intrusionen:
(Symptome, die eine erzwungene Nähe zum Trauma herstellen)

  • Sich aufdrängende, belastende Gedanken und Erinnerungen an das Trauma
  • Flashbacks (plötzlich aufsteigende traumatische Bilder)
  • Alpträume mit Bezug zu traumatischen Erlebnis
  • Zwanghaftes Erinnern erlebter Traumata


Konstriktionen:
(Symptome, die Nähe zum Trauma vermeiden)

  • Trigger (Vermeidung von Situationen mit Traumaerinnerung)
  • Soziales Rückzugsverhalten
  • Gedächtnislücken
  • Gefühlsmäßige Empfindungslosigkeit
  • Sucht
  • Dissoziative Symptome (Abspaltung)


Die PTBS kann zu einer emotionalen Taubheit führen:

  • Interessenverlust
  • Innere Teilnahmslosigkeit
  • Eingeengte Gedanken und Gefühle
  • Depressionen


Die PTBS kann zu einer chronischen Übererregung führen:

  • Schlafstörungen
  • Schreckhaftigkeit
  • Vermehrte Reizbarkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Körperliche Reaktionen wie Herzrasen, Atemnot, Beklemmungen und Unruhezustände


Manchmal entwickeln sich eigenständige Krankheitsbilder wie

  • ausgeprägtes selbstschädigendes Verhalten mit Selbstverletzungen
  • "Sich-fühlen-Wollen" durch Suche nach Gefahren


Borderline als Folge von PTBS wird aber kontrovers diskutiert.

Außerdem sind eigenständige Krankheitsbilder der PTBS:
  • Angststörungen
  • Suchterkrankungen
  • Depressive Störungen
  • Konversionsstörungen und Somatisierung
  • Somatoforme Störungen: Körperliche Beschwerden, die nicht oder nicht hinreichend durch eine organische Erkrankung erklärt werden können. Z.B. Müdigkeit  und Erschöpfung, Schmerzsymptome,  Herz-Kreislauf-Beschwerden, Magen-  Darm-Beschwerden, sexuelle und pseudoneurologische Symptome.
  • Dissoziationen
  • Teilweise oder völlige Abspaltung von psychischen Funktionen:
  • Dissoziative Amnesie (Erinnerungen an die eigene Vergangenheit fehlen)
  • Fehlende Wahrnehmung eigener Gefühle (Schmerz, Angst, Hunger, Durst,...)
  • Depersonalisation (Veränderung der Selbstwahrnehmung)
  • Dissoziative Fugue (Unerwartetes Weggehen bis zur Annahme einer neuen Identität bei gleichzeitiger Desorientiertheit zur eignenen Person)
  • Multiple Identitätsstörung (Mehrere getrennte, völlig unterschiedliche Identitäten oder Persönlichkeitszustände, die im Wechsel das Verhalten des Betroffenen   bestimmen. Nicht zu verwechseln mit der Schizophrenie!)
  • Derealisation (durch ein Gefühl der Unwirklichkeit wird die Umwelt als fremd   oder verändert wahrgenommen).
  • Stärkste Ausprägung ist die dissoziative Identitätsstörung (DIS/DID).

 

 

Anatomische Veränderungen

Die PTBS wirkt direkt auf das Gehirn ein. Betroffen ist das Limbische System. Das Limbische System in der Mitte des Gehirns umhüllt den Hirnstamm wie ein Saum (Bordüre, Borte, Rand, Saum lat.: limbus). Phylogenetisch (Phylogenese altgr. phýlon „Stamm“ und génesis „Ursprung“)  ist das Limbische System einer der primitiven alten Teile des Gehirns. Es ist vor allem an emotionalen, triebhaften und auch intellektuellen Leistungen des Menschen neben anderen Regionen des Gehirns beteiligt. Betreffs der PTBS interessieren in erster Linie die anatomischen Strukturen Hippocampus und Amygdala.  

Im Hippocampus fließen Informationen verschiedener sensorischer Systeme zusammen, die verarbeitet und zur Großhirnrinde (Cortex) zurückgesandt werden. Der Hippocampus ist zuständig für die Speicherung expliziter Gedächtnisinhalte. Er spielt eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung von Erinnerungen. Bei Verletzungen oder Schädigungen dieser Hirnstruktur kann die Fähigkeit verloren gehen, neue Informationen aus dem Kurzzeitgedächtnis im Langzeitgedächtnis einzufügen. Das heißt, es kann zwar Neues erlernt werden, aber man weiß nicht, dass man eine neue Fertigkeit erworben hat. Der Hippocampus beeinflusst die räumliche Orientierung. So können sich beispielsweise Menschen mit geschädigtem Hippocampus im Alltagsleben orientieren, sind aber nicht in der Lage, eine Wegbeschreibung abzugeben. Außerdem wirken sich Schädigungen des Hippocampus auch auf Emotionen und vegetatives Nervensystem aus.  

Es wurde festgestellt, dass bei PTBS-Patienten der Hippocampus häufig verkleinert, rückgebildet war. Traumata werden dort nicht oder wenig gespeichert. Dadurch gehen Kontextinfos eines Geschehen verloren, die Einordnung in Raum und Zeit ist also nicht mehr möglich.

Die Amygdala (abgeleitet von altgriechisch amygdalon = Mandel) wird aufgrund ihrer Form auch als Mandelkern oder lateinisch als Corpus amygdaloideum bezeichnet. In erster Linie besteht ihre Funktion in der Kontrolle der Emotionen und des emotionalen Gedächtnisses. Sie ist eine Schaltstelle im Gehirn zur Stabilisierung der Gemütslage und Steuerung der Agression und des Sozialverhaltens. Ereignisse, die emotional sehr bewegend waren, werden bewertet, analysiert und abgespeichert. Das emotionale Gedächtnis erlaubt das Wiedererkennen von möglichen Gefahren. In diesem Fall verarbeitet die Amygdala externe Impulse und leitet die vegetativen Reaktionen dazu ein. Somit ist sie wesentlich an der Entstehung der Angst beteiligt. Bei Verlust beider Amygdalae wäre ein Angstempfinden nicht mehr möglich, was zum Verlust lebenswichtiger Warn- und Abwehrreaktionen führen würde. Außerdem beeinflusst die Amydala vegetative und sexuelle Funktionen.

Traumatische Geschehen werden übermäßig in die Amygdala gespeichert, also Speicherung impliziter, affektgeleiteter Gedächtnisinhalte. So werden mit dem Ereignis verbundene Sinnesreize an die Angstreaktion koordiniert. Normalerweise werden bei der Speicherung in der Amygdala das Kontextgedächtnis des Hippocampus mitaktiviert, sodass Situationen durch zeitliche und räumliche Orientierung als neu erkannt werden, von denen keine Gefahr ausgeht.

Aber PTBS-Patienten haben nicht dieses Kontextgedächtnis im Zusammenhang mit dem Trauma. Also können situative Reize nicht gehemmt werden. Benachbarte Regionen vom Amygdala und Hippocampus können zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen werden, unter anderem das Sprachzentrum (beispielsweise Sprachlosigkeit im Schock). Die Folgewirkungen des Traumas richten sich nicht nach der äußeren, also objektiven Intensität des ursächlichen Ereignisses, sondern die innere, also subjektive Wahrnehmung ist ausschlaggebend.

Hat also jemand ein Trauma erlitten, weil sein Haus abgebrannt ist, kann der Anblick des Feuers bei ihm sofort die traumatischen Erinnerungsbilder an das brennende Haus auslösen und die damit verbundene Angstreaktion. Die Erinnerungsbilder können sogar bei gemalten oder stilisierten Flammen auftauchen.

Konfrontation mit traumarelevanter Info:

Eingravierte Sinnesfragmente werden durch situative Reize in voller Stärke wiederaktiviert

  • intrusive Erinnerungsbilder
  • Angstreaktion

Normalerweise wird Hippocampus blitzschnell mitaktiviert und erkennt die Situation als neu und nicht bedrohlich. Dadurch werden Amygdala und gerade anlaufende Angstreaktionen ausgebremst. Aber

 

PTBS-Patienten haben kein Kontextgedächtnis und somit kann die Angst nicht gehemmt oder abgeschwächt werden.

 

Ein Teufelskreis entsteht, denn das Trauma wird durch die erneuten Angstreaktionen nicht nur vertieft, sondern ein neues Trauma entsteht. Wahrnehmung des traumatischen Ereignisses als gegenwärtige Bedrohung aufgrund:

  1. dysfunktionaler Interpretations - Schemata
  2. Trauma - Gedächtnis

Resultat sind Verhaltensweisen, die die Bedrohung reduzieren sollen, jedoch die Störung aufrechterhalten!

Ein Ereignis wie beispielsweise der Verlust des eigenen Hauses und des gesamten Eigentums durch ein Feuer kann ein Trauma auslösen. Doch zufällige Ursachen wie das Abbrennen des Hauses durch Blitzeinschlag, Naturkatastrophen oder beispielsweise ein Autounfall fallen zumeist gelinder aus. Anders verhält es sich bei Traumata, die von Menschen verursacht wurden. Brannte das Haus durch Brandstiftung ab, der Autounfall wurde vorsätzlich herbeigeführt, wird das Trauma tiefgreifender und schlimmer. Vergewaltigung, Folter, Krieg hinterlassen demnach massive Traumata. Besonders schwere Formen der PTBS sind das sogenannte KZ-Syndrom oder das Post-Vietnam-Syndrom (PVS).

 

 

Therapie der PTBS

Je schneller eine PTBS diagnostiziert und therapiert wird, umso größer sind die Heilungsaussichten. Eine lange unbehandelte PTBS hat lange Behandlungsverläufe, wiederholte Verschlechterungen des Krankheitsbildes und führt häufig zu wiederholten stationär-psychiatrischen Behandlungen. Es gibt unterschiedliche Ansätze zur Behandlung der PTBS. Bei einer schweren PTBS ist immer einer stationären Behandlung der Vorrang einzuräumen. In israelischen Traumakliniken wurde folgendes Schema entwickelt:

Therapiephasen der PTBS

 

  Stabilisierungsphase

  • An dieser Phase können auch Pflegende mitwirken
  • Die Schaffung einer als sicher wahrgenommenen Umgebung
  • Vermeidung weiterer Traumaeinwirkungen
  • Keine Vorwürfe oder "Strafen" für abweichendes Verhalten

  Traumabearbeitungsphase

  • Diese Phase kann nur von Fachleuten geleistet werden.
  • Kombination von Psychotherapie und medikamentöser Therapie.
  • Bei schwerer Traumatisierung kann eine stationäre Traumatherapie sinnvoll sein.

Häufig wird die Dissoziation therapeutisch genutzt: Der Mensch betrachtet sich quasi von außen, um Gefühle oder gefühlsmäßige Vorgänge wertfrei zu erkennen.

Albträume können mit dem Verfahren "imagery rehearsal" bekämpft werden. Eine typisch wiederkehrende Traumhandlung wird tagsüber in allen Einzelheiten durchgespielt und ein gutes Ende zum Traum erfunden. Dadurch können sich auch andere Symptome bessern.

  Integrationsphase

Das traumatische Ereignis kann in die gegenwärtige Lebenssituation eingebettet werden.

Das Pflegepersonal der Altenpflege wird aber mit Menschen konfrontiert, die in der Regel an einer chronischen PTBS leiden, die nur schwer und langwierig zu therapieren ist. In der Regel zu lange für die alten Menschen, abgesehen davon, dass sich für eine solche Therapie vermutlich kein Kostenträger finden würde. Auch eine stationäre Traumatherapie kommt für den Personenkreis selten in Betracht, zumal der damit verbundene Ortswechsel mehr Schaden als Nutzen anrichten könnte.

Im Vordergrund muss stets die Erhöhung der Lebensqualität stehen!

Nichts tun?

Doch!

Die Traumabearbeitungsphase gehört in Fachhände. Aber wenn bei einem Bewohner oder Betreuten eine PTR (wozu die medizinische Diagnose PTBS nicht zwingend gestellt sein muss) festgestellt oder vermutet wird, sollte man in den Pflegezielen die Stabilisierungsphase ansteuern. Das bedeutet für die Pflegeplanung, der betroffenen Person eine Umgebung zu schaffen, in der er sich sicher fühlt. Weitere Traumaeinwirkungen sind unbedingt zu vermeiden. Abweichendes Verhalten sollte niemals mit Vorwürfen, "Strafen" oder Lächerlichkeit geahndet werden.

Das ist leichter gesagt als getan. Ich kannte als Kind eine Person, die grundsätzlich nie pünktlich zu einem Termin erschien. Natürlich ärgerte es mich, wenn diese Person wieder einmal drei Stunden später eintrudelte oder eine Stunde zu früh kam und dann empört war, weil ich es nicht geahnt hatte und auch früher gekommen war. Hätte ich damals über PTBS Bescheid gewusst, hätte ich nicht "normal" auf diese Unzuverlässigkeit reagiert. Denn es ist völlig sinnlos, jemanden wegen seiner Unpünktlichkeit zu rügen, der eindeutig unter einer PTBS leidet. Ich hätte gewusst, dass PTBS - Patienten Einschränkungen in der zeitlichen und räumlichen Orientierung haben können, was sie unfähig macht, zeitlich korrekt zu planen. Meine Vorwürfe, auch noch als Kind gegenüber einem Erwachsenen, führten zu einer weiteren Beschädigung seines Selbstbildes, vertieften die Orientierungsschwächen und erzeugten bei ihm Gefühle der Unsicherheit und Hilflosigkeit. In der Relation gesehen verursachte eine Kleinigkeit heftigste Reaktionen dieser Person. Nur dass ich als Kind diese Zusammenhänge mangels Wissens nicht überblicken konnte.

Aber es gibt auch drastische Beispiele, wie man nicht mit PTBS-Patienten umgehen sollte und dass in Einrichtungen und von Leuten, wo man eigentlich eine Professionalität erwartet. In einem Berliner Altenheim wurde beispielsweise von der Stationsleitung ein Pfleger mit russischem Akzent zu den Bewohnerinnen zum Katheterisieren geschickt, der dann die alten Damen aufforderte: "Machen sie mal die Beine breit!" Das ist mit den Erfahrungen zum Kriegsende dieser alten Frauen eine glatte Körperverletzung und ein unglaublicher menschlicher Zynismus. Auf die Anklagebank gehören aber am wenigsten der Pfleger, sondern die Stationsleitung und all diejenigen Leute, die sie aus- und weitergebildet hatten.

Solche Extreme passieren, aber auch die "Harmlosigkeiten" können PTBS - Betroffene quälen: eventuell zu lautes Klopfen an der Tür, Marschmusik, Fußgetrampel, Klingeln, zwangsweise Teinahme an Aktivitäten oder Geselligkeiten, oder oder oder. Hier sind genaue Beobachtungen und viel Sensibilität angezeigt, um schleunigst Reize auszuschalten, die traumatische Erinnerungen wecken. Schlimmer wird es bei persönlichen Eigenschaften. Der Pfleger mit russischen Akzent kann nichts für seinen Akzent. Eine blonde, blauäugige Pflegerin kann einen Patienten an eine KZ-Aufseherin erinnern, ein sächsischer Dialekt an einen Gestapobeamten, ein Berliner Dialekt an einen Denunzianten, ein hochgewachsener Pfleger an den Schinder in der Kriegsgefangenschaft. Für diese Bilder können Pflegende nichts und sie können nichts daran ändern. Statt Abwehrverhalten oder Antipathie sollte man es dann vermeiden, Reaktionen persönlich zu nehmen. Ruhig bleiben, den Bewohner kommen lassen, ihm die Möglichkeit des Beobachtens einräumen, viel, viel Geduld mitbringen und mit seinem persönlichen Verhalten ausgesprochen behutsam umgehen. Auf keinen Fall auf ihn eindringen, ihn überfahren, ihn überzeugen wollen. Erscheint die Situation unhaltbar, gehört das Problem im Team auf den Tisch, unter Umständen mit einer Verlegung oder Umbesetzung des Patienten.

Eine chronische PTBS kann zu demenzähnliche Erkrankungen  führen, bzw mit Demenz verwechselt werden. Eine nicht nur vorübergehende PTBS führt häufig zur Unfähigkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen oder Beziehungen aufzubauen.

 

 

 

Frühkindliche PTBS

Für die Beschäftigten in der Altenpflege ist der II. Weltkrieg und Nationalsozialismus noch lange nicht "abgegessen". Zumal verstärkt die Jahrgänge 1935 bis 1945 in die Einrichtungen kommen. Die Generation, die jetzt in den Mittelpunkt der Altenpflege rückt, gehört nicht mehr richtig zur Kriegsgeneration, aber auch nicht richtig zur Nachkriegsgeneration. Sie erlebten die braune Diktatur, das Ende des Krieges und den Zusammenbruch als Säuglinge, Kleinkinder, Kinder. Im Gegensatz zu den Erwachsenen war es ihnen nicht möglich, sich mit den Geschehnissen rational auseinander zu setzen.

Auf diese damaligen Kinder, und bei ihnen kann man wirklich endgültig die Täter - Opfer - Diskussion vernachlässigen, prasselten damals unglaubliche Bilder und Eindrücke ein, die sie nicht ohne professionelle Hilfe verarbeiten konnten. Um zu überleben, blieb auch ihnen nur noch der cerebrale Schutz des radikalen Verdrängens.

Besonders fatal ist, dass eine frühkindliche PTBS erheblich gravierend in seinen Auswirkungen sein kann. Massive Schutzmechanismen, die ja eigentlich die Bedrohung reduzieren sollten, vertiefen die PTBS. Folgen können sein:

 

  • Aufspaltungen der Person
  • Fremdheitserleben gegenüber sich oder der Umwelt 
  • Gedächtnislücken
  • Mutismus

 

Es muss auch bedacht werden, dass Kinder, die als zweite Generation oder Nachkriegsgeneration geboren wurden, ebenfalls traumatisiert sein können und zwar durch die Eltern. Hier sei an die deutsche Definition für Trauma erinnert, dass man das traumatische Ereignis nicht miterlebt haben muss, dass es reichen kann, davon zu erfahren. Ein Hinweis darauf sind zum Beispiel die sechziger Jahre, wo Jugendliche teilweise sehr militant die Wahrheit über die Nazizeit erfahren wollten.

Viele dieser Jugendlichen bekamen als Kinder, auch in den Schulen, Filme und Bilder aus den Konzentrationslagern und Holocaust gezeigt ohne eine entsprechende Begleitung. Und die Eltern schwiegen oftmals auf ihre Fragen. Wenn die Erwachsenen schweigen, muss das massive Gründe haben. Die kindliche Phantasie füllte das Schweigen und dafür fehlten Copings. Auch Schweigen kann traumatisieren.

Ein anderes Beispiel sind Jugendliche, die auf ihre erste Auslandsreise fuhren und die Erfahrung machten, sich als Deutsche zu schämen. Bei entsprechenden Reaktionen im Ausland entstanden nicht nur existentielle Ängste, das Selbst- und Weltbild wurden zerstört.

Die Ansicht, man bräuchte sich nicht mehr mit der PTBS im historischen Kontext zu beschäftigen, da ja die Kriegsgeneration wegstirbt, ist angesichts der Frühkindlichen PTBS fahrlässig, leichtsinnig und töricht. Denn die Generation mit der Frühkindlichen PTBS kommt jetzt erst in die Altenpflege. Fehldiagnosen wie Demenz oder Depression sind unerwünscht, da sie den Betroffenen nicht gerecht werden und keine entsprechende Pflege zulassen.

Dazu kommt auch, dass es aus der neueren Geschichte Ereignisse gibt, die traumatisierend waren wie der 11.9., Amokläufe, Zusammenbruch der DDR, etc. Auch von diesen Ereignissen waren unter anderem Kinder betroffen. 

 

 

PTBS und Geistige Behinderung

Es muss auch an die Behinderteneinrichtungen gedacht werden. Denn Menschen mit Behinderung werden auch alt. Und zu Menschen mit geistiger Behinderung muss bemerkt werden,

  • dass eine PTBS die geistige Behinderung verstärkt
  • und abweichende Verhaltensweisen in der Regel manifestiert werden

Und nebenbei sollte darauf hingewiesen werden, dass eine schwere Frühkindliche PTBS aufgrund der Symptome zu einer geistigen Behinderung führen können.

 

 

Die Wendeltreppe ist ein Krimi aus dem Jahr 1945. Interessanterweise werden in diesem Film die frühkindliche PTBS und Symptome beschrieben. 

 

 

 

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